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Franz Kafka - Brief an den Vater - 17. Seite

Franz Kafka - Brief an den Vater - 17. Seite

Franz Kafka - Brief an den Vater - 17. Seite - Handschrift - Schelesen - 1919 -

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heute noch ähnlich. Dem entsprach weiter Deine geistige Oberherrschaft. Du hattest Dich allein durch eigene Kraft so hoch hinaufgearbeitet, infolgedessen hattest Du unbeschränktes Vertrauen zu Deiner Meinung. Das war für mich als Kind nicht einmal so blendend wie später für den heranwachsenden jungen Menschen. In Deinem Lehnstuhl regiertest Du die Welt. Deine Meinung war richtig, jede andere war verrückt, überspannt, meschugge, nicht normal. Dabei war Dein Selbstvertrauen so gross, dass Du gar nicht konsequent sein musstest und doch nicht aufhörtest Recht zu haben. Es konnte auch vorkommen, dass Du in einer Sache gar keine Meinung hattest und infolgedessen alle Meinungen, die hinsichtlich der Sache überhaupt möglich waren, ohne Ausnahme falsch sein mussten. Du konntest z. B. auf die Tschechen schimpfen, dann

Franz Kafka - Brief an den Vater 1919 - gelesen von Hans-Jörg Große

Christian Mantey & Hans-Jörg Große

 

 

 

 

 


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